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Wettbewerb - Gartengestaltung - öffentliches Engagement -
Öffentlichkeitsarbeit- Landesweit in Baden Württemberg
Ein Juwel naturnaher Gartengestaltung ist der
Romschlössle-Garten an der Creglinger Stadtmauer. Elfriede Metzger hat ihn zusammen mit der "Gemeinschaft der Gartenfreunde Creglingen e.V." angelegt.
Jetzt warten alle darauf, welchen Rang er beim Landeswettbewerb erhält.
Die hochrangig besetzte Kommission des baden-württembergischen
Landesverbands war im Juni 2007 in Creglingen zu Gast, um zu prüfen, was hier in den letzten Jahren geleistet wurde. Zwölf Anlagen im Land
hatten Vizepräsident Horst Haubitz, Präsidiumsmitglied Karl Sauer und Fachberater Dipl.-Agrar-Ing. Jörg Gensicke in diesen Tagen zu
begutachten und wie zu hören war, fand der Romschlössle-Garten viel Zustimmung. Es dürfte sich also gelohnt haben, was die Mitglieder der
Creglinger Gartenfreunde hier in den letzten Jahren ehrenamtlich geleistet haben - nicht nur für sich, sondern für die Öffentlichkeit.
Und das ist beim Landewettbewerb besonders wichtig. Am 13. Oktober 2007 wird die Entscheidung bekannt gegeben.
Eine "Unkrautwiese", so erinnert sich Elfriede Metzger, seit 2002
Vorsitzende und vorher Schriftführerin des Vereins, sei das Gelände zwischen Romgasse und Stadtmauer seit langem gewesen. Aber dann fragte
sie 2003 bei Bürgermeister Hartmut Holzwarth vorsichtig an, ob es einen geeigneten Platz für einen Kräutergarten gebe, wie sie ihn in
anderen Gemeinden gesehen hatte - und er wies sie auf den Romschlössle-Garten hin. "Das kriegen wir hin!", dachte sich die
engagierte Frau aus Craintal und fragte beim Landesverband wegen eines Plans nach. Aber der dortige Fachberater machte ihr dann gleich einen
Plan für das ganze Gelände - mit Bäumen, Sträuchern, Rosen und einem Pavillon. Bei den Gartenfreunden gab es dazu zunächst geteilte Meinung
wegen der Finanzen. "Die haben nicht geglaubt, dass ich das schaffe", erzählt Elfriede Metzger lächelnd. Aber sie packte es an und warb bei
Creglinger Firmen mit gutem Erfolg um Spenden.
Dann drückte die Rosenfreundin dem Garten ihren eigenen Stempel auf: Ganze sieben Rosenstöcke waren im Plan eingezeichnet, viel zu wenig
für Elfriede Metzger. Jetzt blühen dort 110 historische Rosen. Man bekam Pflanzen, die bei der Gartenschau übrig waren, und auch
Toto-Lotto-Zuschüsse. Und die handwerklich begabten Vereinsmitglieder bekamen viel Arbeit dazu: Die alten Trockenmauern standen zwar noch,
aber Wege fehlten und ein hübscher Pavillon entstand auch. Jetzt gibt es immer noch ein paar Kleinigkeiten, die gut wären, stellt die
emsige Vorsitzende fest. Sie hat ihr Rosenreich übrigens längst bis hinter die Stadtmauer ausgeweitet: Im Zwinger wachsen Wildrosen - und
links vom Durchgang soll noch eine Sitzterrasse entstehen.
Bürgermeister Hartmut Holzwarth sah das mit großem Wohlgefallen. Sein
Prinzip "Machen lassen!" bewährte sich wieder einmal und das ungebremste ehrenamtliche Engagement trägt reiche Früchte. Elfriede
Metzger lobt die "sehr gute Zusammenarbeit. Der Bürgermeister hat alles befürwortet, was wir vorgeschlagen haben". Gelegentlich half die
Stadt auch mit Material. Die Arbeit aber leisteten der Verein und vor allem die rührige Vorsitzende.
Die Bevölkerung bekommt immer wieder etwas davon mit: Beinahe schon
zur Tradition geworden ist das "Rosenblüten-und Lichterfest" Mitte Juni mit vielen Ständen rund um die Rose mit 1000 Lichter und Musik am Abend. Beim
Künstler- und Bauernmarkt findet immer eine Pflanzenbörse statt. Zudem bietet Elfriede Metzger Rosen-Seminare im Romschlössle-Garten und bei ihr
daheim an, wo man lernt, mit Rosen sogar leckere Gerichte zu kochen und zu backen. Für die 140 Mitglieder der Gartenfreunde Creglingen
gibt es ein reiches Fortbildungsangebot, für Schulen und Urlaubsgäste interessante Führungen. Einiges von dem war ja auch im SWR-Fernsehen zu sehen.
Diese "kreative Auseinandersetzung" mit dem Vorhandenen, die "Erhaltung ursprünglicher Gartengestaltungselemente" sowie die Pflege
des Baumbestands mit Nützlingsförderung und Nistmöglichkeiten ist dem Landesverband nicht nur für den Wettbewerb wichtig. Entscheidend ist
ihm - und das wird in Creglingen bestens verwirklicht - dass die Öffentlichkeit von allem profitiert und erlebt, wie Garten ein Stück Lebensfreude darstellt.
Bericht: Peter Kessler
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